Gesunder Schlaf und Produktivität: eine Wechselbeziehung

„Der Schlaf ist für den ganzen Menschen, was das Aufziehen für die Uhr.“ (Arthur Schopenhauer) Mit anderen Worten trägt eine gute Schlafqualität also zum gesundheitlichen Wohlbefinden bei. Da sich Unternehmen heutzutage verstärkt für nachhaltiges Arbeiten einsetzen (Stichwort Corporate Social Responsibility), gewinnt auch das Thema Mitarbeitergesundheit immer mehr an Bedeutung.

Wer voller Energie und erholt in den Tag startet, kann sich besser konzentrieren und seine Tätigkeiten deutlich schneller erledigen. Insbesondere unregelmäßige Arbeitszeiten, häufige Überstunden, Stress und andere negative Aspekte führen jedoch dazu, dass man schlechter schläft. Denn viele Menschen beschäftigen Vorkommnisse auf der Arbeit auch noch nach Feierabend.

Langes Wachliegen, häufiges Aufwachen oder ein allgemein unruhiger Schlaf sorgen etwa für Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen. Solche Beschwerden erhöhen den Stressfaktor noch einmal zusätzlich. Schlimmstenfalls entsteht dann ein regelrechter Teufelskreis: Die beruflichen Leistungen werden ganz erheblich vom Schlafmangel und den gesundheitlichen Problemen beeinträchtigt. Deswegen leidet der Arbeitnehmer weiterhin unter Schlafstörungen – und das mindert wieder die Leistung.

Grund dafür ist die fehlende Regeneration. Während der Mensch schläft, laufen im Gehirn nämlich diverse Verarbeitungsmechanismen ab. Dadurch kommen Körper und Geist zur Ruhe. Um diese Prozesse besser beschreiben zu können, unterteilen Forscher den Schlaf in unterschiedliche Abschnitte: die Einschlafphase, die Leichtschlafphase, die Tiefschlafphase und die REM-Phase. Neben diesen Stadien bewirken aber auch die Schlafbedingungen eine bessere Schlafqualität. Beispielsweise ist eine Raumtemperatur von circa 18 Grad empfehlenswert: Alles, was darunter liegt, lässt die Muskeln verkrampfen – alles, was darüber liegt, führt zu innerer Unruhe und ständigem Hin- und Herwälzen.

Auch trockene Raumluft sollte vermieden werden. Da der Mensch im Schlaf ungefähr einen halben Liter Flüssigkeit verliert, können die Atemwege bei zu trockener Luft schnell austrocknen. Unter Umständen begünstigt das Erkältungen und andere Krankheiten. Lüften – vor allem vor dem Schlafengehen – ist also das A und O. Darüber hinaus sollte der Schlafrhythmus möglichst regelmäßig sein.