• Ergonomische Arbeitsplätze halten gesund

Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Nackenschmerzen und Schulterziehen sind typische Bürokrankheiten. Das tagtägliche Sitzen auf der Arbeit, in Bus, Bahn oder Auto und zuhause belastet auf Dauer den Körper. Die körperlichen Beschwerden kommen aber nicht nur vom Sitzen an sich, sondern auch von der oftmals einheitlichen Arbeitsplatzausstattung.

Um für körperliche und mentale Gesundheit zu sorgen, sollte der Arbeitsplatz deshalb ergonomisch gestaltet werden. Ergonomie leitet sich von den griechischen Wörtern ergon (Werk, Arbeit) und nomos (Regel, Gesetz) ab. Für einen ergonomischen Arbeitsplatz müssen also optimale Arbeitsbedingungen identifiziert und geschaffen werden. Dabei rücken vor allem die individuellen Bedürfnisse und Ansprüche des Einzelnen in den Vordergrund. Ein ergonomischer Arbeitsplatz setzt sich aus verschiedenen Bereichen zusammen: Büromöbel, die Art des Sitzens, Licht, technisches Equipment und Bewegung.

Entscheidend für ergonomisches Sitzen ist etwa, dass der Bürostuhl höhenverstellbar ist und dass sich die Rückenlehne den Bewegungen des Mitarbeiters anpasst. Darüber hinaus müssen auch die Lichtverhältnisse stimmen. Vor allem sollte der Arbeitsplatz Tageslicht abbekommen. Außerdem sollte nur indirektes Licht auf den Schreibtisch fallen, damit die Augen nicht so schnell ermüden.

Auch die technische Ausstattung wie Monitor, Tastatur, Maus und PC sollte nicht willkürlich ausgewählt werden. Beispielsweise gibt es extra ergonomische Tastaturen und Mäuse – auch ergonomische Mauspads mit Gel-Ablagen für die Handgelenke sind erhältlich. Bestenfalls ist der Monitor größer als 22 Zoll und der Sichtabstand zum Bildschirm beträgt mindestens 50 Zentimeter. Menschen, die mit Notebook oder Tablet arbeiten, sollten bei längeren Tätigkeiten Equipment wie Maus oder externe Tastatur anschließen.

Neben Büromöbeln, Licht und Technik gehören aber auch die sogenannte Steh-Sitz-Dynamik sowie Bewegung zur Arbeitsplatzergonomie. Denn durch dauerhaftes Sitzen werden unweigerlich Muskeln abgebaut und die Muskulatur wird schlechter durchblutet. Es empfiehlt sich daher, die Haltung mehrfach pro Stunde zu wechseln und manche Tätigkeiten im Stehen auszuüben. Außerdem wirkt schon leichte, aber regelmäßige Bewegung Wunder: Wer alle 30 Minuten aufsteht und für 2 Minuten durch das Büro läuft, schont seinen Rücken – und fördert zusätzlich die Gehirnleistung.